Die Projekte
Die drei Projekte sind zwar politisch eigenständig, greifen aber ineinander. Die Steuergruppe empfiehlt, die Schulbau-Projekte im Sinne einer Gesamtstrategie zu verstehen, die den Bedürfnissen der Schulen ebenso gerecht wird wie jenen der Bevölkerung.
Erweiterung Sekundarschule Halingen
Die Sekundarschulbehörde hat 2024 ein Vorprojekt (Machbarkeitsstudie) erstellen lassen, auf die sich die Planung des Bauprojektes stützen wird. Die Erweiterung und Teilsanierung der Sekundarschule steht kausal im Zusammenhang mit dem Projekt «Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung». Die Halle soll gemäss Konsultativabstimmung vom 24. März 2026 in Halingen realisiert werden.
Entsprechend den Prognosen zur Zunahme der Schülerinnen und Schüler bis 2031 benötigt die Sekundarschule eine substanzielle Ausweitung der Infrastruktur. Das Raumprogramm sieht unter anderem sechs zusätzliche Lernräume, eine zweite Schulküche, neue Werkräume und eine grössere Aula (in der bestehenden Kleinturnhalle) vor. Auch die Infrastruktur für IT, Gebäudetechnik und Unterhalt sowie Parkmöglichkeiten soll ausgebaut werden.
Vorprojekt
(Machbarkeitsstudie) erstellt
2021 wurde eine Vorstudie
erstellt, die von einem befristeten Mehrbedarf ausging. Damals war geplant, den
alten Pavillon zu ersetzen und vier Klassenzimmer inklusive Gruppenräume zu
schaffen. Schon bald nach der Bewilligung des Projektkredits für den neuen
Pavillon (März 2022) zeigte sich jedoch, dass der Raumbedarf noch deutlich
höher sein wird. Im Rahmen des Projektierungskredits wurde deshalb eine
Machbarkeitsstudie erstellt, welche die Wachstumsprognosen bis 2032
berücksichtigt und sowohl den Bestandeserhalt wie auch den Mehrbedarf
berücksichtigt. Die Machbarkeitsstudie wurde von Bürge & Wendel Architekten
(Wil) ausgeführt und dient als Basis für den Architekturwettbewerb, die
Teilsanierung und den Neubau. Die Sanierungs- und Umnutzungsarbeiten an den
bestehenden Bauten C und A unterstehen nicht dem Wettbewerb.
Umfassende Betrachtung
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie entschied sich die Behörde für eine umfassende Betrachtung des gesamten Schulareals. Darin enthalten ist nicht nur ein zusätzlicher Neubau, sondern auch eine teilweise Umnutzung der bestehenden Bauten im Sinne des künftigen Bedarfs. Dies bringt eine maximale Kosteneffizienz, da im Zuge der Bauarbeiten auch gleich Sanierungsarbeiten durchgeführt werden können, die in den nächsten Jahren sowieso anfallen werden.
Raumbedarf
Die Sekundarschule benötigt sechs zusätzliche Lernräume mit Gruppenräumen, um den Unterricht gemäss Lehrplanvorgaben flexibel gestalten zu können. Ergänzend dazu besteht der Bedarf für eine zweite Schulküche sowie für neue Werkräume. Eine Lösung braucht es auch für die Aula, die für schulische und gemeinschaftliche Anlässe zu klein geworden ist und zur Lernraum umgenutzt werden kann. Für die wachsende Zahl an Fachlehrpersonen ist zudem eine zusätzliche Arbeitszone notwendig.
Der Bedarf umfasst weiter zwei Turnhallen, die zeitgemässen Unterricht ermöglichen und den baulichen Vorgaben entsprechen. Schliesslich sind Investitionen in IT- und Gebäudetechnik sowie in den Unterhalt erforderlich. Bedarf besteht ferner nach zusätzlichen Zweiradständern und Parkplätzen.
Investitionen
Die Investition in Teilsanierung und Erweiterung der Sekundarschule sowie den Bau einer Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung beträgt rund 35 Mio. Franken (+/- 25 Prozent). Die Investitionen werden über
einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahre fällig, mit einer gestaffelten Erweiterung des
Schulbetriebs bis 2029. Um die Investitionen zu finanzieren, wird voraussichtlich
eine Erhöhung des Steuerfusses ab 2027 nötig sein. Dies, nach einer langen
Periode eines sinkenden Gesamt-Steuerfusses in den drei betroffenen Gemeinden.
Provisorien
Die ausgewiesene
Kostenbetrachtung umfasst lediglich die erforderliche Erweiterung der
Schulanlage sowie die umnutzungsbedingten Umbauten der bestehenden Schulanlage. Für die Übergangsphase 2028 bis
2031 werden zusätzliche Kosten für Provisorien anfallen. Diese sind variantenabhängig
und können erst im Laufe der Planungsphase abgeschätzt werden.

Variante B: Erweiterung und Teilsanierung Sekundarschule, Dreifach-Sporthalle in Halingen (Kostenschätzung +/- 25%).
Erweiterung Primarschule Mühli
Die Erweiterung des Schulhauses Mühli in Richtung Kindergarten schafft Abhilfe. So erhält die Primarschule Matzingen gute Umsetzungsoptionen für ihren Raumbedarf.
Die geplante Erweiterung gegen Südosten lässt sich gut ins Areal einpflegen. Sie enthält Umsetzungsoptionen für neue Schulzimmer, Gruppenräume sowie Multifunktionsräume. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 5 Millionen Franken, wobei der Projektierungskredit für Planung und Fachleistungen mit 324'500 Franken veranschlagt wurde. Diesen Kredit hat die Schulgemeindeversammlung am 11. Dezember 2025 einstimmig genehmigt.
Die Primarschule Matzingen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen – sowohl in der Anzahl der Schülerinnen und Schüler als auch in ihrem pädagogischen Angebot. Neue Angebote wie Heilpädagogik, die Oase, die Tüftelbude, die schulische Sozialarbeit, Deutsch als Zweitsprache und Tagesbetreuung haben den Raumbedarf zusätzlich erhöht. Trotz Umnutzung bestehender Räume sind die geschaffenen Reserven bereits wieder ausgeschöpft.
Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung
Die gemeinsame Vision der drei politischen Gemeinden, der Sekundarschule Halingen und der Primarschule Matzingen ist der Bau einer Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung. Am 24. März 2024 sprachen sich die Stimmberechtigten mit grossem Mehr für Halingen als Hallenstandort aus.
Gemäss dem Verdikt der Schulbürgerinnen und Schulbürger soll die Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung in Halingen realisiert werden, als integraler Bestandteil der Schulanlage. Damit ist der Standort Luderwiese in Matzingen vom Tisch.
Schule und Sport zentral in Halingen
Entstehen soll in Halingen eine Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung. Die Grösse der Halle entspricht den Planungsvorgaben des Bundesamts für Sport. Das Raumprogramm berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse des Schulkreises
Halingen und der regionalen Vereine. Die Halle wird so konzipiert, dass sie nebst dem obligatorischen Schulsport auch als
Mehrzweckraum für kulturelle Anlässe, Vereinsveranstaltungen,
Wettkämpfe und
politische Versammlungen eingesetzt werden kann.
Der Standort Halingen bietet deutliche Vorteile im täglichen Schulbetrieb. Der Sportunterricht findet künftig direkt am Schulstandort statt, was zusätzliche Wege nach Matzingen überflüssig macht und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler erhöht. Bauliche Synergien zwischen Schulhaus, Sporthalle, Aula und Aussensportanlagen erleichtern den Betrieb, während Veranstaltungen ausserhalb der Wohnquartiere stattfinden können. Die Machbarkeitsstudie veranschlagt das Investitionsvolumen der Variante B auf rund 35 Mio. Franken (± 25 Prozent).
Nach der Konsultativabstimmung folgt der Projektierungskredit
Damit der
Entscheidungsprozess für den Projektierungskredit gesetzeskonform ablaufen
kann, brauchte es zunächst einen Konsultativentscheid, ob die Dreifachhalle
grundsätzlich gewünscht wird und wenn ja, an welchem Standort. Darüber befand die Schulgemeindeversammlung der Sekundarschule am 24. März 2026. Der Vorentscheid der Schulbürgerinnen und Schulbürger macht nun den Weg frei für einen Projektierungskreditantrag über 1.4 Mio. Franken, über den am 26. April
2026 an der Urne abgestimmt wird.
Schätzung Gesamt-Investition am Standort Halingen
