08. November 2025
Schulkreis Halingen: Grosses Interesse an Informationsveranstaltung
Am 8. November 2025 informierte die Steuergruppe Schulkreis Halingen über die angedachte Schulraumentwicklung. Rund 160 Personen kamen nach Matzingen in die Mühliturnhalle, um sich aus erster Hand über die geplanten Projekte informieren zu lassen.

Das starke Wachstum der Schülerzahlen, insbesondere an
der Sekundarschule Halingen und an der Primarschule Matzingen, stellt die
Region vor Herausforderungen. Verglichen mit 2016 verzeichnet die
Sekundarschule bis 2031 einen Zuwachs von 95 Schülerinnen und Schüler (+68
Prozent). An der Primarschule Matzingen beträgt der voraussichtliche Zuwachs bis
2029 rund 70 Kinder (+ 31.8 Prozent). Weniger ausgeprägt sind die Schwankungen
in Stettfurt und Thundorf.
30 bis 35 Mio. für Standort Halingen
Sekundarschulpräsident Markus Müggler erläuterte die
Hintergründe und Inhalte des Projekts in Halingen. Die vorgesehene Erweiterung
basiert auf einer Machbarkeitsstudie und sieht unter anderem einen Neubau mit
acht Klassenzimmern, eine Einfachturnhalle sowie die Umnutzung der alten
Kleinturnhalle vor. Die Investitionen werden auf 30 bis 35 Mio. Franken
geschätzt, wobei über einen Projektierungskredit im März 2026 abgestimmt werden
soll.
Matzingen: zusätzliche Schul- und Gruppenräume
Michael Hafen, Präsident der Primarschule Matzingen,
stellte die geplante Erweiterung des Schulhauses Mühli vor. Die Erweiterung
soll südöstlich des bestehenden Gebäudes realisiert werden und schafft Raum für
zusätzliche Schul- und Gruppenräume. Die Kosten belaufen sich auf rund 5 Mio.
Franken. Über einen Planungskredit von 324'000 Franken wird die
Schulgemeindeversammlung am 11. Dezember 2025 abstimmen.
Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung
Knapp ist auch der Raum für den Sportunterricht. Peter
Schellenberg, Gemeindepräsident von Matzingen, präsentierte die Vision einer
Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung auf der Luderwiese – gut erschlossen
mit dem öffentlichen Verkehr. Die neue Sporthalle bündelt die Bedürfnisse der
Sekundarschule und der Primarschule an einem Ort. Die Halle soll jedoch nicht
nur dem Schulsport, sondern auch der Bevölkerung für Vereinsaktivitäten, Veranstaltungen
und Versammlungen zur Verfügung stehen. Sie soll mit einer
Zivilschutz-Unterkunft sowie mit einer Tiefgarage kombiniert werden, die das
Parkplatzangebot im Zentrum entlastet. Damit entsteht ein Ort der Begegnung,
der weit über den Schulbetrieb hinauswirkt und die Lebensqualität im Schulkreis
stärkt – eine «grosse Halle für alle», so Peter Schellenberg.
Ein Projektierungskredit für die Dreifach-Sporthalle
gelangt 2026 zur Abstimmung, wobei sich die Politische Gemeinde Matzingen, die
Primarschule Matzingen und die Sekundarschule Halingen je anteilsmässig beteiligen.
Die Investition wird auf zirka 12 bis 15 Mio. Franken geschätzt. Bei einem Bau
der Dreifach-Sporthalle entsteht für die Primarschule Matzingen am Standort der
jetzigen Turnhalle Mühli strategisches Umnutzungspotenzial für zukünftig
benötigten Schulraum.
Kosten: erst grobe Schätzungen
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Markus
Müggler, Michael Hafen, Peter Schellenberg, Markus Bürgi (Gemeindepräsident Stettfurt)
und Daniel Kirchmeier (Gemeindepräsident Thundorf) offen über
Herausforderungen, Chancen und die Finanzierung der Projekte. Dabei wurde
deutlich, dass die Steuergruppe auf eine enge Zusammenarbeit und breite
Abstützung setzt – auch über Gemeindegrenzen hinweg. Die Diskussion zeigte,
dass trotz unterschiedlicher Ausgangslagen ein gemeinsames Verständnis für die
Notwendigkeit der Projekte besteht. Die Verantwortlichen betonten, dass es sich
bei den genannten Kosten erst um grobe Schätzungen handelt. Die genauen
Investitionssummen könnten erst mit der konkreten Projektierung ermittelt
werden.
Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen
Im Anschluss hatten die Teilnehmenden Gelegenheit,
sich an vier Info-Posten vertieft mit den Projekten auseinanderzusetzen.
Mitglieder der Steuergruppe standen für Fragen zur Verfügung, und auf
grossformatigen Tischpapieren konnten Rückmeldungen, Ideen und Fragen direkt
notiert werden. Diese Gelegenheit wurde rege genutzt und ermöglichte einen
direkten Dialog zwischen Bevölkerung und Projektverantwortlichen.
Die Steuergruppe ist erfreut über das grosse Interesse
und die konstruktive Beteiligung. Mit der geplanten Resonanzgruppe aus
Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung soll dieser Dialog weitergeführt
und vertieft werden. Die Resonanzgruppe wird während der Planungsphase ein
Forum für Rückmeldungen und Perspektiven aus dem Alltag bilden, welches die
Arbeit der Planerinnen und Planer spiegelt. Die Schulraumentwicklung wird so zu
einem gemeinsamen Vorhaben, das von vielen getragen und mitgestaltet wird.
Die Präsentation der Veranstaltung ist unter diesem Link abrufbar.