01. April 2026
Resonanzgruppe wünscht weiter Transparenz und Einbezug
Die Resonanzgruppe zu den Bauvorhaben im Schulkreis Halingen traf sich am 30. März 2026 zu ihrem zweiten Workshop in der Aula der Sekundarschule Halingen. Nach dem Konsultativentscheid evaluierte sie Chancen und Risiken für die Kreditvorlagen und formulierte klare Erwartungen an die Steuergruppe.

Denkarbeit für die Allgemeinheit: Die Mitglieder der Resonanzgruppe präsentieren die Resultate einer Gruppenarbeit.
Als beratendes Gremium bringt die Resonanzgruppe die Perspektiven aus Bevölkerung, Vereinen und Eltern ein. Die 26-köpfige Gruppe diskutierte Chancen, Herausforderungen und Erwartungen rund um die geplante Schulraumerweiterung.
Attraktives schulisches Umfeld an einem Ort
Das Treffen mit der Resonanzgruppe fand nur wenige Tage nach
der Konsultativabstimmung statt, an welcher sich die Stimmberechtigten deutlich
für Halingen als Standort einer Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung ausgesprochen
hatten. Dass mit diesem Entscheid das Pendeln für den Sportunterricht wegfällt,
wirke entlastend – für den Stundenplan, für die Lehrpersonen und für die
Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig ermögliche die Konzentration der
Infrastruktur an einem Ort ein attraktives schulisches Umfeld, was wiederum die
Arbeitgeberattraktivität stärke.
Besonders würdigte die Resonanzgruppe, dass die drei Gemeinden sich bezüglich Anfahrtswege und Kostenbeteiligung in einer gleichberechtigten Ausgangslage befinden. Das deutliche Signal der Konsultativabstimmung stärke das Vertrauen, dass die Bevölkerung den eingeschlagenen Weg nachvollzieht und unterstützt.
Kostenteiler soll klar vermittelt werden
Gleichzeitig zeigte die Resonanzgruppe ein feines Sensorium
für jene Punkte, die im Abstimmungskampf besonders sorgfältig erklärt werden
müssen. Die Gesamtkosten von rund 35 Millionen Franken werden nicht
grundsätzlich infrage gestellt, jedoch solle dieses Kostendach verbindlich sein.
Ebenso wichtig sei die Klarstellung, dass die Investition nicht nur die
Dreifachhalle, sondern auch die dringend notwendige Schulraumerweiterung umfasst.
Das Bewusstsein dafür, dass ein Nein an der Urne auch ein Nein zur Weiterentwicklung
der Sekundarschule bedeutet, müsse klar vermittelt werden.
Erwartungen der Resonanzgruppe
Die Resonanzgruppe hat am Workshop ihre Erwartungen an den
weiteren Planungsprozess klar aufgezeigt. Sie wünscht Fachkompetenz in der
Baukommission, eine transparente Kommunikation, nachvollziehbare
Entscheidungsprozesse und die Einbindung aller Gemeinden.
Auch aus den Erfahrungen anderer Thurgauer Gemeinden mit abgelehnten Kreditvorlagen wurden Lehren gezogen. Im Kern lautet die Botschaft: Die Kommunikation muss klar, verständlich und konsequent auf das Wohl der Jugendlichen ausgerichtet sein. Wer nachvollziehen kann, wofür die Investition steht – nämlich für eine sichere, funktionierende und zeitgemässe Schule – sei eher bereit, die Vorlage zu unterstützen.
Die Chancen überwiegen
Insgesamt bestätigte der Workshop, dass das Projekt Schulraumerweiterung
Halingen auf einem soliden Fundament steht. Die Chancen überwiegen aus Sicht
der Resonanzgruppe, die Risiken sind erkannt, benannt und lösbar. Entscheidend werde
sein, dass die Behörden weiterhin transparent informieren, die Anliegen der
Bevölkerung aufnehmen und die Bedeutung des Projekts für die schulische Zukunft
der Region klar herausstreichen.