22. Januar 2026
Schulkreis Halingen: Konsultativabstimmung zur Dreifach-Sporthalle
Am 24. März 2026 befinden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung der Sekundarschule Halingen konsultativ über den Bau bzw. den Standort einer allfälligen Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung. Je nach Resultat wird die Halle dann Teil eines Projektierungskredits sein, über den die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 26. April 2026 an der Urne abstimmen werden.

An einem öffentlichen
Workshop Anfang November 2025 hinterliessen viele der rund 160 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer schriftliche Rückmeldungen zu den drei Bauvorhaben «Erweiterung
und Teilsanierung der Sekundarschule Halingen», «Dreifach-Sporthalle mit
Mehrzwecknutzung» sowie «Erweiterung der Primarschule Matzingen». Die
Auswertung der Rückmeldungen hat gezeigt, dass die Notwendigkeit zusätzlichen
Schulraums grundsätzlich nicht hinterfragt wird. Auch der Bedarf für eine
Dreifachhalle mit Mehrzwecknutzung fand breite Akzeptanz.
Für mehr
Diskussionsstoff sorgte hingegen der mögliche Standort der Halle. Während die
Steuergruppe zunächst den Standort Luderwiese in Matzingen vorgeschlagen hatte,
machten sich mehrere Personen für eine Realisierung der Halle bei der
Sekundarschule in Halingen stark. Die Steuergruppe stellt deshalb nun beide
Standorte zur Wahl. Zu Gunsten verbindlicher Entscheidungskriterien liess die
Steuergruppe zwischenzeitlich Machbarkeitsstudien erstellen, die zu neuen
Erkenntnissen geführt haben.
Variante «Standort
Luderwiese»
Wird die Dreifach-Sporthalle
in Matzingen realisiert, teilen sich Gemeinde, Primarschule und Sekundarschule
die Kosten auf. Zur Entschärfung der Parkplatzsituation ist ein Parkhaus
vorgesehen. Ebenso eingeplant wird eine Zivilschutzunterkunft, um das Defizit
an Zivilschutzplätzen auszugleichen. Gewichtige Vorteile dieser Variante sind
die gemeinsame Nutzung durch Primar- und Sekundarschule sowie Veranstaltern,
und auch die Erreichbarkeit der Halle mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachteile
wären der Anfahrtsweg für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule und
der Lehrpersonen für den Sportunterricht. Auch die Parkplatzsituation im
Quartier bei Veranstaltungen wäre zu lösen. Der Bedarf nach einer
Einfachturnhalle in Halingen bleibt bestehen, da die alte Kleinturnhalle C zur
Aula umgenutzt würde.
Variante «Standort
Halingen»
Bei einem Bau der
Dreifach-Sporthalle in Halingen wird kein Parkhaus benötigt, und auch auf die
Zivilschutzplätze wird verzichtet. Der Bau einer Einfachturnhalle entfällt, da
die Dreifach-Halle genügend Kapazität bietet und auch als Aula dienen kann.
Daraus entstehen bauliche Synergieeffekte: Die Schulküchen können in die
ohnehin sanierungsbedürftige Kleinturnhalle C eingebaut werden, während im
Schulhaus B die Klassenzimmer erhalten bleiben. Weitere Vorteile ergeben sich
durch den Wegfall des Anfahrtsweges für die Schüler- und Lehrerschaft sowie die
zentrale Lage für alle drei Gemeinden. Kontrovers diskutiert wird die bis heute
mangelnde Erreichbarkeit mittels öffentlichen Verkehrs und die Lage ausserhalb
des Siedlungszentrums Matzingen.
Signifikate
Unterschiede bei den Kosten
Die
Investitionsbetrachtung der Steuergruppe erfolgt über beide Projekte (Erweiterung/Teilsanierung
Sekundarschule und Dreifach-Sporthalle). Dies ist nötig, weil die beiden
Vorhaben kausal zusammenhängen. Eine grobe Kostenschätzung (+/- 25 Prozent) im
Rahmen der Machbarkeitsstudie zeigt für die Variante «Luderwiese» ein
Investitionsvolumen von total 47 Mio. Franken; 5 Mio. davon für die Umbauten
und Sanierungen bestehender Schulgebäude, 22 Mio. für das neue Schulhaus mit
Einfachturnhalle und 20 Mio. für die Dreifach-Sporthalle mit
Mehrzweck-Infrastruktur, Parkhaus und Zivilschutzplätzen.
Die Kostenschätzung
für die Variante «Halingen» beträgt 35 Mio. Franken; 5 Mio. für die Umbauten
und Sanierungen, 14 Mio. für den Schulhaus-Neubau und 16 Mio. für die
Dreifach-Sporthalle mit Mehrzweck-Infrastruktur. Der Unterschied von 12 Mio.
Franken ergibt sich durch den Verzicht auf Einfachturnhalle, Parkhaus und Zivilschutzplätze, durch die geringeren Planungskosten sowie durch diverse Optimierungen und Synergieeffekte.
Konsultativabstimmung,
dann Projektierungskredit
Damit der
Entscheidungsprozess für den Projektierungskredit gesetzeskonform ablaufen
kann, braucht es zunächst einen Konsultativentscheid, ob die Dreifachhalle
grundsätzlich gewünscht wird und wenn ja, an welchem Standort. Diesen Entscheid
fällt die Schulgemeindeversammlung der Sekundarschule am 24. März 2026. Spricht
sich die Mehrheit der Schulbürgerinnen und Schulbürger für einen der beiden Standorte
aus, so ist der Weg frei für einen Projektierungskredit, über den am 26. April
2026 an der Urne abgestimmt wird. Wird keine Dreifachhalle gewünscht, so
umfasst der Projektierungskredit die Erweiterung und Teilsanierung der
Sekundarschule inklusive einer Doppel-Turnhalle für den Sportunterricht. Die
Kostenschätzung für diese Variante liegt bereits aus der früheren
Machbarkeitsstudie vor und beträgt 34 Mio. Franken.
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Resonanzgruppe hat getagt
Die Steuergruppe hat die 26 Mitglieder der
Resonanzgruppe am 21. Januar 2026 zu einem Workshop eingeladen, um externe
Perspektiven über die erarbeiteten Varianten und das geplante Vorgehen einzuholen.
Die Resonanzgruppe besteht aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus allen
drei Gemeinden. Im Workshop gaben sie unter anderem eigene Einschätzungen zu
Chancen und Risiken der Varianten, äusserten sich zu Bedürfnissen der Vereine
und erarbeiteten noch offene Fragen an die Steuergruppe.
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Einladung zur Infoveranstaltung
Am Mittwoch, 11. Februar 2026, 19.30 Uhr, führt die
Steuergruppe der sieben Gemeinde- und Schulbehörden in der Mühliturnhalle
Matzingen eine weitere Informationsveranstaltung durch. An der Veranstaltung
werden die Varianten und die entsprechenden Kostenschätzungen im Detail
vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aus erster Hand
informieren zu lassen und Fragen zu stellen.